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Die Yao nennen sich selbst Mien. Sie gehören sprachlich, zusammen mit dem Stamm der Meo, zum Meo-Yao Zweig der Austro-Thai Sprachfamilie.

Man findet sie in Yunnan in China (in den Kwangxi und Kwangtung Provinzen Süd-Chinas) welches ihr Ursprungsland ist, in Laos, Vietnam und Burma. In Thailand leben etwa 60.000 Yao.

Ihre Dörfer liegen überall im Nordosten verstreut, mit Konzentrationen um Nan, Phayao und Chiang Rai. Es gibt auch ein paar Yao Dörfer in Chiang Mai, Lampang, Sukhothai, Kamphaeng Phet und Tak.

Ausserdem gibt es vielleicht noch etwa 10.000 Flüchtlinge aus Laos die entlang der Grenze leben. Die Yao sind Animisten und Ahnen Verehrer und sind vom chinesischen Taoismus beeinflusst. Sie haben auch viele Merkmale der chinesischen Kultur angenommen.

Sie hatten einstmal beträchtliche Macht innerhalb des chinesischen Reiches, bis zu dem Umfang, das eine Yao Prinzessin mit einem Kaiser von China verheiratet war.

Es ist der einzige Bergstamm der eine schriftliche Sprache verwendet. Ihre Sprache, die vor langer Zeit aus dem chinesischen entstand, wird in chinesischen Schriftzeichen geschrieben, und sie üben eine Religion, basierend auf dem mittelalterlichen chinesischen Taoismus, aus. Inzwischen konvertierten viele zum Christentum und Buddhismus.

Die Yao sind ein sehr friedliches und freundliches Volk und stolz auf ihre Sauberkeit und Ehre. Die Tracht der Frauen ist sehr markant, mit einem langen schwarzen Mantel mit einem Revers aus scharlachroter Wolle, mit komplizierten Mustern dicht bestickten weiten Hosen und einem ähnlich bestickten schwarzen Turban. Die Zähne sind häufig mit Gold bedeckt. Die Mützen der Babys sind sehr schön und reichlich mit roten oder rosa Quasten bestickt. Zu besonderen Anlässen tragen die Frauen und Kinder silberne Halsringe mit silbernen Ketten die bis über den Rücken reichen und mit silbernen Ornamenten verziert sind. Männer tragen eine lose Jacke mit diagonal über die Vorderseite verteilten Knöpfen und bestickten Taschen und Bordüren.

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Yao Dörfer liegen in großer Höhe und die Häser werden in der Regel aus Holzbohlen auf einem unbefestigten Platz gebaut. Es gibt eine Gast-Plattform aus Bambus in der Gemeinschaftlichen Wohnbereich und zwei oder mehr Schlafzimmer. Mädchen im heiratsfähigen Alter haben ein eigenes Zimmer, in dem sie Freier unterhalten können.

Einige Yao bauen noch Opium an obwohl im allgemeinen die Tendenz rückläufig ist. Als Nahrung bauen sie Mais und Reis an. Die Yao sind inzwischen voll in das thailändische Leben integriert. Ihre exquisite Stickereien lassen sich gut verkaufen und ihre Bereitschaft neue Kulturenpflanzen zu nutzen gibt Hoffnung für ihre Zukunft in Thailand.

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Haushalte mit Großfamilien sind normal und Vielehe wird praktiziert. Wie bei den Hmong müssen auch die Yao Männer ihre Frauen von außerhalb ihres Clans wählen. Wenn ein ordnungsgemäßer Brautpreis gezahlt ist bringt der Mann seine Frau zu seinen Eltern um dort zu leben und alle Kinder werden automatisch Mitglieder des Clans des Vaters. Wenn ein Mann arm ist oder eine Frau die einzige Tochter ist kann der Mann entweder sein ganzes Leben mit der Familie seiner Frau verbringen oder mit ihnen nur für ein paar Jahre leben bevor er seine Familie zurück zu seinem Elternhaus bringt. Voreheliche sexuelle Beziehungen sind häufig und Ehen unter Cousins bevorzugt wird. Die Adoption von Kindern von außerhalb oder innerhalb des Stammes ist weit verbreitet.

Die Yao sind die 'Geschäftsleute' bei den Bergstämmen, und sie sind auch bei der Herstellung von Metallenen Ackergeräten wie Äxte und Pflüge unübertroffen. Weil sie schon lange eine Schriftsprache haben, anders als einige der anderen Stämme, wissen sie auch wie man hochwertiges Papier herstellt.

Die Yao feiern das Neujhrsfest an den gleichen Tagen wie die Chinesen.

Quelle :: Tourism Authority of Thailand

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